Hey,
ich hatte irgendwie in letzter Zeit echt viel zutun und deswegen nicht so viel Zeit zum schreiben aber das wird jetzt alles mal nachgeholt.
Also der Kajak trip liegt jetzt schon n paar Wochen zurück, es war ein zwei Tages Trip am letzten WE im Mai. Zum Glück war es halbwegs warm und gutes Wetter, sonst hätte es echt ungemütlich werden können!
Aber von vorne: Am Samstag haben wir uns morgens um 9 getroffen um die Kajaks zu beladen und alles. Da wir insgesamt nur 5 Leute waren ging das auch halbwegs schnell, also eine Stunde so ungefähr. Wir hatten einen doppler und 3 Einzel, wir zwei Mädchen, eine Freundin und ich, haben dann den doppler genommen und die Jungs und unser Guide die drei Einzel. Im Doppel Kajak hatten wir die ganze Ausrüstung, kleine Campingkocher, Besteck, Zelte, Schlafsäcke etc und dann in den Einzel das Essen. Insgesamt waren die Kajaks alle ziemlich voll! Und da wir gerade Ebbe hatten mussten wir dann diese vollen Kajaks locker 150 Meter runter zum Wasser tragen, durch Schlamm in dem man dann alle paar Schritte festhing... nicht gerade toll.
So gegen 11 sind wir aber dann endlich los gefahren und das war dann ganz entspannend, ich hatte am Tag vorher nur ne Tanzprobe gehabt, in der wir für die Aufführung unseren einen Tanz 3 Stunden lang geübt haben.. und dieser Tanz hat leider sehr viel Schulterrollen, das heisst meine Muskeln waren eh schon angeschlagen und dann Kajak fahren... es war keine gute Kombination, so viel ist sicher. Vor Allem wenn man dann einen Guide hat der einfach immer weiter pusht und einfach nicht versteht das wir nicht so viel Erfahrung und Muskeln haben wie er fürs Kajak fahren...
gegen 1 haben wir dann die erste Pause gehabt, Mittagspause, und haben Vegetarische Burger gehabt. Die sind immer super lecker, das Tofu ist so gewürzt das es echt wie Fleisch schmeckt :D
Dann ging's weiter bis wir so gegen 4 an nem Strand auf ner Insel die auf halbem Weg zwischen Salt Spring und Galiano liegt. Da haben wir dann beschossen das wir da Übernachten, und die Jungs und wir Mädels denken uns schon geil, wir haben den ganzen Abend jetzt frei und können n bisschen Entspannen und unseren Schultern ne Pause gönnen... falsch gedacht! Nach n paar Snacks meint unser Guide dann das wir doch unbedingt noch zu einer Stelle müssen de halb um die Insel rum ist weil es da einen kleinen Leuchtturm gibt... wir also seufzend alle wieder in die Kajaks gestiegen und da hin gepaddelt, dann zu dem Leuchtturm gelaufen und erstmal wieder Pause gemacht... die hatten wir uns aber auch echt verdient, zu dem Leuchtturm musste man gegen die Strömung und den Wind paddeln...
wir haben uns dann alle nett unterhalten (auf Deutsch, unser Guide hat eh irgendwo n bisschen geschlafen...) . Dann mussten wir aber bald auch wieder gehen, weil die Flut unsere Kajaks erreicht hatte und wir alle hunger hatten. Wir sind dann wieder zum anderen Strand zurück gefahren und haben da gekocht, Nudeln mit Sauce und als Nachtisch nen Schokomuffin, das war richtig gut!
Die Flut ist immer weiter gestiegen, bis wir irgendwann noch nen Meter Strand der voll mit Baumstämmen war übrig hatten. Wir haben uns dann als auf die draufgesetz und gehofft das wir nicht nass werden. Es ging zum Glück alles gut und sogar mit den hohen Wellen die kommen wenn ne Fähre vorbei fährt wurde nichts nass.
Als das Wasser dann wieder n bisschen weiter unten war haben wir unsere Schlafsäcke rausgeholt und uns alle gegen ein Zelt entschieden weil wir hätte dafür sowieso keinen Platz gehabt. Es wurde auch langsam dunkel und wir 4 haben uns dann alle zusammen eine Stelle gesucht und haben unsere Schlafsäcke nebeneinander aufgebaut während unser Guide irgendwo anders war, wir haben alle nicht genau gewusst wo... aber man hat ihn schnarchen gehört, er kann also nicht zu weit weg gewesen sein.
Schlafen war dann n bisschen schwerer, es war immernoch n bisschen hell draussen, wir haben alle noch lange geredet und den Fähren zugeguckt und danach zusammen Sterne angeguckt... auch wenn irgendwie nicht so viele da waren, oder der Baum über uns hat mehr verdeckt als wir gedacht haben.
Die Nacht haben wir alle nicht so wirklich geschlafen, also immer mal wieder ein geschlafen und dann wieder aufgewacht und alle ziemlich unruhig... Strand ist eben doch unbequemer als man denkt.
Ich liebe übrigens immernoch die Regeln an die wir internationals uns hier so halten müssen, man darf nicht alleine in nem Raum mit jemandem vom anderen Geschlecht sein und die Türe zu haben und nicht übernachten und so weiter (an ersteres halten sich aber auch die Wenigsten, letzteres aber schon die Meisten), aber nebeneinander schlafen ist in Ordnung solange es nicht in nem Raum sondern unter freiem Himmel ist... interessant!
Am nächsten Morgen wurden wir alle natürlich gegen 7 Uhr geweckt und hatten alle nicht wirklich viel schlaf die Nacht. Pancakes und Kaffee oder Tee haben uns dann wieder n bisschen auf die beine gebracht und so gegen 8 sassen wir wieder in den Kajaks und sind zurück gefahren. Ziemlich genau den selben Weg, wir haben nur länger gebraucht weil wir alle müde und ko waren und einfach keine Lust mehr hatten sondern am Strand liegen wollten. Wir haben dann öfters Mal Pause gemacht und hatten n paar Snacks und dann Mittagspause. Nach der Mittagspause hatten wir dann nichtmehr so viele Pausen, nurnoch kurze Pausen in denen wir einfach alle mal 5 min nicht gerindert haben. Die Jungs haben uns n bisschen genervt und fanden es total lustig uns irgendeine lange Pflanze vorne ans Kajak zu binden, die dann hinter uns her geschwommen ist und dann als wir schon fast am Ziel waren kommen sie plötzlich von beiden Seiten und hauen mit ihren Paddeln aufs Wasser sodass wir Mädels nach n paar Sekunden total durchnässt waren... das gab dann natürlich auch Rache, aber sie waren leider wirklich im Vorteil mit ihren Einzelkajaks während wir den schweren doppler hatten... naja, am Ende waren wir alle durchnässt und unser Guide hat nurnoch genervt geguckt wie kindisch wir waren :D
So gegen halb 3 waren wir dann wieder am Strand und es war natürlich wieder Ebbe, das heisst die Kajaks mussten wieder durch den Schlamm nach oben geschleppt werden und dann entladen. Das war dann zum Glück schneller erledigt als Erwartet und dann sind wir alle heim und haben erstmal geduscht (alles voller Sand und die Klamotten waren ja sowieso durchnässt) und danach schlafen.
Es war also ein echt guter Trip, nur extremste anstrengend. Meine Schultern taten am Ende wirklich so weh, das es kein Spass mehr war, leider.
Bis bald!
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